Im Auge des Ochsen

Es war einer dieser wunderbaren Sonntage im Winter. Es waren gerade mal -7° C und die
Sonne ging schon früh zwischen den Häusern unseres kleinen Frankfurter Stadtteils auf.
Da war er wieder, dieser Moment der sich leider nicht aufhalten lässt. Du überlegst ob wegen der Temperatur der Backofen heute Dein Freund werden kann, aber dann – der Blick nach außen, die Sonne und vor allem die Gewissheit dass ein Auge des Irischen Weideochsen es nicht verdient hat in einem Backofen gebraten zu werden.

In diesem Moment entscheide ich zum Geräteschuppen zu gehen und die Freundin der Familie, Grilletta Weber, auf Ihrem Winterschuppen zu holen. Da passiert es, ein Passant sieht wie ich mit dem 56cm Grill
im Arm Richtung Haustür laufe. In seinen Augen ist genau zu sehen das er den Glauben an die Intelligenz der Bürger unseres Stadtteils bedroht sieht.


Es kann nicht sein, das zu dieser Jahreszeit und bei solchen Temperaturen, Erwachsene Männer mit Grills auf dem Arm durch die Gegend laufen. – Wenn er wüsste warum 🙂

Ich hatte ein Rendezvous mit einem köstlichen Stück Entrecôte vom irischen Weideochsen.

Das Gericht:

IMG_1416 Entrecôte vom Weiderochsen an Rotweinzwiebeln mit Ratatouille und kleinen Nudeln

 

Zutaten:

  • Ca. 1 kg Entrecôte vom irischen Weideochsen
  • 2 Paprika
  • 2 Zucchini
  • 3 mittelgroße Zwiebeln
  • BBQ Rub als Marinade für das Fleisch
  • 250g griechische Nudeln
  • 3 Knoblauchzehen

 

Zubereitung des BBQ Rub:

Das BBQ Rub ist eine Kreation von Jan Treutle aus dem  Guetchen in Bad Kreuznach. Ich wandele das Rezept
von Jan allerdings etwas ab und möchte es euch hier vorstellen.

  • 55g Pfeffer, schwarz
  • 20g Selleriesamen
  • 145g braunen Zucker
  • 120g Paprika edelsüß
  • 120g Meersalz
  • 20g Cayennepfeffer

Pfeffer wird mit den Selleriesamen in der Pfanne geröstet und dann mit dem Rest im Mörser zerkleinert. Wichtig, drauf achten das alles recht gleichmäßig klein gerieben wird, sonst können einzelne Gewürze stören. Gebt das BBQ Rub in ein verschließbares Glas und ihr habt Wochen von dem leckeren Zeug Smiley

TIPP: Wenn ihr mal eine leckere Beilage machen wollt, hier ein Tipp von meinem Kumpel Stefan B.: Süßkartoffeln dünn hobeln, mit dem BBQ Rub und etwas Öl auf ein Backblech geben und dann im
Backofen zu leckeren Chips ausbacken.

Zubereitung des Weideochsen:

Wichtig für ein wunderbares Genusserlebnis ist es, dass Ihr das Fleisch nicht direkt aus dem Kühlschrank auf den
Grill werft. Das Fleisch am besten gleich wenn euch der Grilltrieb trifft aus dem Kühlschrank nehmen und sich langsam
der Zimmertemperatur annähern lassen.

IMG_1405 Im Auge des Ochsen, ein Entrêcote vom irischen Weideochsen (ca. 1kg am Stück)

 

Wenn das Fleisch es sich auf dem Holzbrett gemütlich gemacht hat, wir es Zeit für das Rub. Am besten immer etwas
von dem BBQ Rub auf die Hand und dann das Fleisch gleichmäßig einreiben.

IMG_1408 Das Rub ca. 15 Minuten auf dem Fleisch einwirken lassen.

 

Den Grill für indirekte Hitze vorbereiten und dann bei 1kg Fleisch, welches ca. 7cm hoch war, das Fleisch für
etwa 50 Minuten auf den Grill.

IMG_1412 Nach etwas der hälfte der Zeit könnt ihr das
Fleisch mal rumdrehen.

 

Nach Abschluss der Grillzeit das Fleisch in Alufolie einwickeln und etwa 5 Minuten ruhen lassen. Das Fleisch dann
dünn, leicht schräg anschneiden und servieren.

Viel Spaß beim nachgrillen, und immer dran denken, bei -7°C benötigt ihr mehr Briketts und immer einen Blick
auf die Temperatur im Grill Smiley

Euer
Böhlie

0 comments on Im Auge des Ochsen

  1. YEAH *lechz* Klingt richtig gut und mit dem BBQ-Rub werde ich mich demnächst wohl auch mal beschäftigen! Gruß aus dem Maultäschleländle
    (Sieht man Dich mal wieder in SiFi?)

  2. YEAH *lechz* Klingt richtig gut und mit dem BBQ-Rub werde ich mich demnächst wohl auch mal beschäftigen! Gruß aus dem Maultäschleländle
    (Sieht man Dich mal wieder in SiFi?)

  3. Gesagt – getan! Habe am Wochenende den Rub ausprobiert. Mir ist zwar der Pfeffer ein wenig ausgerutscht, aber das Ergebnis war dennoch überaus zufriedenstellend und ich habe die gerrubbten Steaks sehr genossen 😉 Lecker war´s, danke für den Tip!

  4. Gesagt – getan! Habe am Wochenende den Rub ausprobiert. Mir ist zwar der Pfeffer ein wenig ausgerutscht, aber das Ergebnis war dennoch überaus zufriedenstellend und ich habe die gerrubbten Steaks sehr genossen 😉 Lecker war´s, danke für den Tip!

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